Fackelbrand in Schweina

In Schweina gibt es alljährlich an Heiligabend einen sehr schönen alten Brauch, den Fackelbrand am Antoniusberg.

Hier werden in der Vorweihnachtszeit von unterschiedlichen Bindegemeinschaften bis zu 16 circa acht Meter hohe Fackeln gebunden, die an Heiligabend abgebrannt werden.

Einige historische Aufnahmen:

Im Corona-Jahr 2020 wollte man nicht vollständig auf diesen Brauch verzichten. Bis zur Verschärfung der Corona-Maßnahmen im November des Jahres waren bereits 8 Fackeln gebunden. Zwei dieser Fackeln wurden nun diesmal erstmals mit schwerer Technik auf dem Antoniusberg aufgestellt. Dadurch konnte man den nötigen Abstand der diesmal wenigen, beteiligten Personen gut einhalten.

So konnten zumindest 2 Fackeln, symbolisch von 14 weiteren, kleinen Handfackeln umrahmt, auf dem Berg abgebrannt werden.

Im Jahr 2021 wurden 10 Fackeln gebunden und mit den restlichen 6 Fackeln aus dem Jahr 2020 abgebrannt.

Geplant ist 2022 also unter entsprechenden Vorbehalt, diesmal wieder 16 Fackeln zu binden und abzubrennen. 

Die Geschichte des Fackelbrandes in Schweina reicht weit zurück. Viele schriftliche Quellen belegen die unterschiedlichen Formen des Brauches und seinen möglichen Ursprung, der wohl weit in die vorchristliche Zeit zurückreicht. Mit der Christianisierung hat die Kirche den ehemals sicher heidnischen Brauch zur Sonnenwende zumindest toleriert und der Brauch wurde auf den 24. Dezember verlegt. So stammt auch der erste schriftliche Hinweis aus dem Jahr 1799 von dem damaligen Pfarrer Johannes Walch.

Im Archiv der Ortschronik sind inzwischen weitere 330 verschiedene schriftliche Belege gesammelt worden. Dazu gehören auch Beiträge und Filme im Internet, bei Youtube oder in Funk und Fernsehen. Zirka 3100 Fotos oder Repros ergänzen das Archiv.

Hier für alle Interessierten die zurzeit aktuelle Liste:

Quellenverzeichnis

Bildquellen: E. Biedermann, A. Raddatz, Album G. Heß, T. Mieling

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